Bienenparasit Nr. 1- die Varroa-Milbe

Eine Plage, die vom Menschen aus Asien eingeschleppt wurde und die wir nie wieder loswerden, ist die Varroa-Milbe. Sie ist aber beherrschbar.

Wir applizieren Ameisensäure im Langzeitverfahren mit dem "NASSEHEIDER Verdunster professional". Dabei wird 60%ige Ameisensäure im Bienenstock verdunstet. Diese Säuredämpfe töten die Milbe zuverlässig ab, die Biene wird jedoch kaum beeinträchtigt. Die Behandlung erfolgt zwei bis drei Mal im Spätsommer und Herbst nach der Ernte, andere Mittel sind nicht notwendig.

Ameisensäure ist auch für Bioimker zugelassen. Sie hinterlässt keinerlei Rückstände im Wachs und im Honig, denn sie diffundiert innerhalb von drei Monaten komplett aus allen Beutenteilen sowie dem Winterfutter heraus.

Interessierte bekommen hier weitere Informationen:

- Homepage vom Erfinder, Herr Becker: www.bienen-becker.de

- Das Varroa-Behandlungskonzept vom Herrn Becker: Download hier

 

So sehen sie aus, die kleinen Biester (nach unserern Behandlung alle mausetot!):

Mit weiteren Bienenkrankheiten wie z.B. der Amerikanischen Faulbrut, hatten wir glücklicherweise noch nicht zu tun.

 

Pestizide

Als Stadtimker bekommen wir es glücklicherweise nicht mit vergifteten Feldern zu tun wie so mancher Landimker. Als Beispiel möchte ich die Neonicotinoide von "BAYER AG" nennen. Diese sind 7000 x giftiger als das längst verbotene DDT. Ein Mittel aus dieser Giftreihe ist das "Clotianidin", das als Beizmittel für Mais 2008 zu einem Bienen-Massensterben im Rheintal geführt hat. Dieses hat eine Halbwertzeit laut United States Environmental Protection Agencyvon 148-1155 Tagen im aeroben Boden. Das sind bis zu 3 Jahren Zeit, um in das Grundwasser und in unsere Nahrungskette zu gelangen! Von den Bienen, die sofort davon sterben, ganz zu schweigen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) spielt eine zweifelhafte Rolle bei der Zulassung des Bienenkillers Clothianidin (Produktname: Santana). Engagierte Imker, allen voran der Deutsche Berufsimkerbund versuchen seit Jahren mit bescheidenen Mitteln, ein generelles Verbot durchzusetzen. Jüngst wurden Teilerfolge auf Europäischer Ebene erzielt. Mittelfristig hilft hier nur eine Zusammenarbeit der Europäischen Imkerverbände im European Professional Beekeepers Assosciation EPBA, die zwar bescheidene, aber sehr engagierte Lobbyarbeit in Brüssel betreibt.

Agro-Gentechnik

Auch der Anbau und die Verbreitung der Agro-Gentschnik birgt unkalkulierbare Risiken für Bienen, Imker und alle Verbraucher. Mehr dazu hier: www.bienen-gentechnik.de. Ein kleiner Teilerfolg ist die diesjährige Beschluss, den Standort der BASF-Gentechnik-Forschung aus Deutschland in die USA zu verlegen. Damit gesteht der Konzern ein, dass die Europäischen Bürger diese Technologie ablehnen. Mit Ihrer Kaufentscheidung für regionale und Bio-Lebensmittel können auch Sie mit Ihrem Geldbeutel immer wieder für eine Zukunft mit gesunden Lebensmitteln abstimmen!

Glücklicherweise scheinen sich die großen Gentechnik-Konzerne langsam aus Europa zurückzuziehen! Ein großer Erfolg der anhaltenden Proteste vieler engagierter Bürger in ganz Europa.